Am Montag Abend fand der Webmontag Franken statt. Nachdem ich bisher immer in Frankfurt an der Veranstaltungsreihe teilgenommen habe, war ich gespannt, wie der Webmontag in meiner neuen, alten Heimat Nürnberg organisiert ist und welche Themen dort präsentiert werden. Gastgeber war insertEFFECT, ein Spezialist für die Entwicklung mobiler Applikationen und Websites, der auch für Speis und Trank gesorgt hatte.

Leider wurden kurzfristig zwei Vorträge abgesagt, so dass insgesamt nur vier Vorträge gehalten wurden. Inhaltlich waren Vorträge recht breit gestreut, was mir persönlich am Webmontag auch immer gut gefällt.
Zuerst stellte sich der Gastgeber mit seiner Historie und seiner ganz eigenen Startup-Story vor. Der Vortrag zeigte sehr gut, wie sich das Unternehmen aus einer Musikband Schritt für Schritt entwickelte und nach einigen Irrungen und Wirrungen schließlich, mit dem Launch des iPhone, seine endgültige Fokussierung auf den mobilen Bereich gefunden hat. insertEFFECT programmiert sowohl mobile Websites als auch eigene Applikationen und hat Kunden wie Immowelt, O2 oder heise.
Im zweiten Vortrag gab es die nächste Startup-Story zu hören. Allerdings ist das vorgestellte Unternehmen Amoonic deutlich jüngeren Alters und wurde gerade erst gelauncht. Amoonic ist eine Plattform, auf der Kunden individuellen Schmuck gestalten und über das Internet bestellen können. Das Gründerteam plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen, wie die Idee gefunden wurde, warum eine Namensfindung sehr schwer sein kann und welche Hürden bis zum endgültigen Launch überwunden werden mussten.
Danach gab es von Michael Grosch einiges zum Thema Webfonts und deren Integration in Websites zu hören. Vor- und Nachteile des Kaufes, der Konvertierung und der Miete von Schriften wurden dargestellt und Tipps für die Integration gegeben. Insgesamt natürlich ein sehr technisches Thema. Für Freude im Raum sorgte vor allem auch das anschauliche Textbeispiel „Brandrodungswanderhackfeld“.
Der letzte Vortrag ist ein tolles Beispiel, für all das was den Webmontag auszeichnet. Gestartet unter dem eher kruden Titel „Orphion - Concept study für ein iPad-Musikinstrument“ entwickelte sich der Vortrag zu einer kreativen Jamsession. Die von Bastus Trump entwickelte iPad App ist ein nahezu eigenständiges Musikinstrument und kann sowohl von Profimusikern, Neugierigen oder Kindern benutzt werden. Momentan ist Bastus auf der Suche nach einem Partner, der ihn bei der Vermarktung der App unterstützt und ich würde mich freuen, wenn er möglichst schnell einen Mitstreiter finden würde.
Zum Ende wurden noch das Startupweekend am 19. November im Coworking Space sowie der Termin für das nächste Barcamp Nürnberg (24.-26. Februar 2012) angekündigt. Zudem formieren sich auch die Experten aus dem Mobile-Bereich und wollen zukünftig einen gemeinsamen Event anbieten. Ob dies dann ein Mobile Monday oder eine andere Veranstaltung sein soll, steht noch nicht fest. Interessenten sollten sich unbedingt an insertEFFECT wenden.
Fazit: Mein erster Webmontag Franken wird nicht mein letzter gewesen sein. Sehr positiv fand ich die persönliche Vorstellungsrunde, die ich so sonst nur von Barcamps kenne und die einen guten Überblick über die Teilnehmer gab. Auch schien mir die Atmosphäre etwas lockerer als beim doch manchmal recht steifen Event in Frankfurt. Ein dickes Lob und Dankeschön also noch an die Organisatoren und die Gastgeber und bis zum nächsten Mal.